Hans-Flesch-Gesellschaft

Forum für akustische Kunst

Denken, Treffen

Symposium im ZKM

5.11.2013 bis 7.11.2013

Choreographie des Klangs – Zwischen Abstraktion und Erzählung:

Die akustische Dimension in den Künsten.

http://www.cosound.de/

Die ARD Hörspieltage, gemeinsam geplant und durchgeführt von der HfG (Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe), vom ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie, der ARD und DRadio (Federführer: SWR/HR) feiern im November 2013 ihr zehnjähriges Bestehen. Aus Anlass des Jubiläums plant die Hochschule für Gestaltung (HfG) mit ihren Partnern ein internationales Symposium zur Hör-Kunst.

Seit einigen Jahren ist eine Öffnung der Künste über Genregrenzen hinweg ins Immateriell-Atmosphärische zu beobachten, wie etwa die documenta 13 beispielhaft gezeigt hat. Bei dieser Entwicklung spielt der künstlerische Einsatz von Stimme, Sprache, Rede, Bewegung, Sound, Geräusch und Musik eine entscheidende RolleKein Wunder, denn über das Ohr gelangen akustische und räumliche Informationen ungefiltert in tiefere Schichten des Bewusstseins, zu Erinnerungen, Gefühlen und – konkreter: ins körperliche Orientierungszentrum. Der Umgang mit der psychoästhetischen Wirkung des akustisch Gestalteten im öffentlichen Kunstraum Radio gehört zum ureigenen Wesen des Hörspiels.

Mit dem Symposium „Choreographie des Klangs – Zwischen Abstraktion und Erzählung“ wird das Hörspiel zu den anderen Künsten in Beziehung gesetzt.

Hörspielmacher treffen auf Soundpoeten, Theoretiker, Theatermacher, Autoren, Komponisten und Performance-Künstler, deren Arbeiten die Grenzen angestammter Genres überschreiten. Welche Rolle spielen Klänge, Geräusche, Sprache, Rhythmus und Musik in ihren Arbeiten und in ihrem Denken? Welchen Einfluss haben neue technische Gegebenheiten auf Erzähl- und Rezeptionsformen? Was geschieht zwischen den Positionen von dokumentarisch-sensiblem Field Recording und aggressivem Marketing Leasure Sound, der doch mit gleichem Wissen und gleichen Mitteln wie die Künste agiert?

Zu diesen Fragen werden sich unter anderem John Giorno, A K Dolven, Tino Sehgal, Julian Treasure, Peter Weibel, Brigitte Felderer und Magne Furuholmen (Mitglied der norwegischen Band a-ha) äußern. In Vorträgen, Art-Slams, Workshops und Diskussionsrunden geben die Teilnehmer des Symposiums Einblick in ihre Arbeitsweisen und stehen für Nachfragen zur Verfügung. Der produktive Austausch zwischen den Künstlern ist das eigentliche Ziel des internationalen Symposiums, soll zu neuen Impulsen für das Hörspiel führen und der Frage nachgehen, in wie weit mehrmediale Hörspielarbeiten der letzten Jahre die Verwendung und Funktion von Klang, Sound, Sprache und Musik verändert haben. Eine zweisprachige Buch-Publikation wird Referate, Diskussionen und Ergebnisse des Symposiums dokumentieren.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung bis zum 31.10. 2013 gebeten (info@cosound.de).

Projektträger:
Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG Karlsruhe),
Choreography of Sound.

Projektpartner:
Südwestrundfunk (SWR)
Hessischer Rundfunk (hr)
Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM)

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes
Künstlerische Leitung: Ekkehard Skoruppa, Hans Sarkowicz
Kuratorinnen : Gaby Hartel, Marie-Luise Goerke
Koordination: Mareike Maage
Redaktion: Mareike Maage, Gaby Hartel, Marie-Luise Goerke
Projektleitung: Frank Halbig

Kontakt:
Mareike Maage
mmaage@hfg-karlsruhe.de

 

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