Hans-Flesch-Gesellschaft

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Denken, Treffen

Workshop “Stimme, Kultur, Identität”

Am 06. und 07. Juni 2014 wird in Weimar ein Workshop unter dem Titel “Stimme, Kultur, Identität – Vokaler Ausdruck in der populären Musik der USA (1900-1960)” stattfinden.

Genauere Infos zum Workshop:

“Wie hängen vokale Ausdrucksweisen mit kulturellen Prozessen der Identitätsfindung und -konstruktion zusammen? Lassen sich bestimmte kulturelle Stereotype und Starimages auch an der Art des Singens festmachen? Wie ist vokaler Ausdruck in das komplexe Bedeutungsgeflecht von Songtexten und musikalischen Gestaltungsweisen, von Kleidung, Gestik und Bühnenperformance der Sängerin oder des Sängers eingebunden? Und wie lassen sich vor diesem Hintergrund Popstimmen und Gesangsstile angemessen beschreiben und interpretieren?
Der Forschungsworkshop Stimme, Kultur, Identität. Vokaler Ausdruck in der populären Musik der USA (1900–1960) widmet sich diesen und weiteren Fragen anhand von Fallstudien zu ausgewählten VokalistInnen und Musikgenres. Dadurch soll die Veranstaltung Impulse für die zukünftige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Stimme und Gesang in der populären Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts geben. In der Podiumsdiskussion Pop-Gesang – Herausforderung für die Vokalpädagogik? diskutieren zudem GesangspädagogenInnen und MusikwissenschaftlerInnen gemeinsam Ansätze und Perspektiven einer fundierten Ausbildung im populären Gesang.
Seit Dezember 2011 untersucht das von der DFG geförderte Forschungsprojekt „Stimme und Gesang in der populären Musik der USA (1900–1960)“ die vokalen Ausdrucksweisen in der US-amerikanischen populären Musik – im Blues, Gospel und Rhythm’n’Blues, im populären Musiktheater und im American Popular Song, im Jazz, in der Country Music und Folk Music sowie im Rock’n’Roll und der Popmusik um 1960. Die verschiedenen vokalen Gestaltungsweisen werden dabei hinsichtlich ihrer Wechselwirkungen mit historisch sich wandelnden kulturellen Mustern interpretiert – u.a. mit stereotypisierten Ausdrucksweisen von sozialen Schichten, Ethnien und Regionen in den USA, mit Geschlechterbildern und Vorstellungen von Jugendlichkeit, aber auch mit politischen, moralischen und religiösen überzeugungen. Im Forschungsworkshop sollen die bisherigen Ergebnisse des Forschungsprojektes mit einem internationalen Fachpublikum diskutiert und in interdisziplinäre Forschungszusammenhänge eingebettet werden.”

Weitere Informationen unter:

www.hfm-weimar.de/popvoices/workshop.htm

 

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